Luxracines besucht VERDUN.
Vor 100 Jahren endete der erste Weltkrieg!
Über 8400 Hochzeiten von Luxemburger gab es zwischen 1860 und 1902 in Paris (https://www.cgy3f.fr) Die Nachkommen dieser Luxemburger Ehepaare waren in Frankreich geboren und wurden somit zum Militärdienst verpflichtet, auch Tausende andere Luxemburger Ehepaare waren nach Frankreich ausgewandert und da viele Väter die französische Nationalität erlangten, wurden ihre Kinder als Franzosen geboren. Aber auch zahlreiche Luxemburger meldeten sich zum Militärdienst als Freiwillige. Unser National-Monument „Gëlle Frau“ gedenkt Ihrer. Der berühmteste war wohl François Faber dessen Vater aus Wiltz stammte. Ein Jahr nach seinem „Tour de France“ Sieg wurde er eingezogen und starb 1915 in der Schlacht von bei Carency als Mitglied der Fremdenlegion. Sein Leichnam wurde nie gefunden!
Luxracines asbl mit Sitz in Walferdingen hatte diese Erkundungsfahrt organisiert um sich ein Bild zu machen unter welchen Umständen diese Soldaten sterben mussten. Die Schlacht um Verdun ist hier das Synonym eines sinnlosen Gemetzels. Am 21.02.1916 begann die deutsche Offensive und mehr als 1200 Geschütze beschossen Verdun und die umliegenden Forts. Das Grollen der dicken Bertha mit seinen 42 cm Geschossen war bis nach Esch-Alzette zu hören. Der Boden zitterte noch in 50 km Entfernung.
Um 9:30 trafen wir in Verdun ein und unser Lotse Yvan PARIS, Professor für Geschichte am hiesigen Lyzeum führte uns sogleich zur „Tranchée des bayonnettes“ wo einige Soldaten stehend in Ihren Gräben zugeschüttet wurden und starben. Alsdann besuchten wir das „Fort-de-Douaumont“ welches abwechselnd von den Franzosen und den Deutschen zurück erobert wurden.
Danach fuhren wir zum „Ossuaire-de-Douaumont“ wo die Knochen von ça 130.000 unbekannten Soldaten ruhen. Auf dem vorliegenden Friedhof liegen mehr als 16.000 Soldaten welche identifiziert werden konnten. Die Schlacht dauerte weniger als ein Jahr und es wurden mehr als 26.000.000 Granaten abgefeuert welche den Boden bis in eine Tiefe von mehr als 8 Metern umpflügten und zahlreiche Soldaten in Stücke rissen. Einige Dörfer sind für immer von der Landkarte verschwunden.
Aus dem sinnlosen Gemetzel wurden jedoch keine Lehren gezogen! 22 Jahre später fielen die Deutschen erneut in Frankreich ein.
Jährlich werden noch immer Skelette gefunden. Vor einigen Monaten fand man derer 3 aber nur eine Erkennungsmedaille. Diese konnte einem Soldaten zugeordnet werden. Aber welcher von den 3 Skeletten war der Träger? Hier kam die GENEALOGIE ins Spiel und es wurden einige Familienmitglieder ausgemacht und deren DNA konnte den Soldaten klar zuordnen.
Nach einem vorzüglichen Mittagessen in Verdun statteten wir dem neuen „Mémorial de Verdun“ einen Besuch ab. Absolut sehenswert! Ein kurzer Besuch des schönen Städtchens Verdun rundete diesen Ausflug ab.
Rob DELTGEN
Präsident von luxracines